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Die richtige Planung eines Wanderritts
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Beim Wanderreiten kommt es nicht auf Höchstleistungen im Pferdesport an, vielmehr auf gegenseitiges Vertrauen. Reiter und Pferd werden Partner und stehen in einer engen Beziehung zueinander. Man erlebt bei einem Wanderritt die Natur intensiv und auf eine ganz besondere Weise. Es bedarf gewisser Vorbereitungen von Pferd und Reiter, damit der Wanderritt zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

Die richtige Planung eines Wanderritts

Damit ein Wanderritt viel Spaß macht sowie Pferd und Reiter entspannt dabei sein können, ist eine gute Vorbereitung unerlässlich. Wichtige Aspekte, die bei einem Wanderritt beachtet werden müssen, sind zum einen die Streckenführung, das Ziel und die Übernachtsmöglichkeiten. Ebenso sollte man sich vorab Gedanken über Gepäck und dessen Transport machen.

Streckenführung und Quartier

Bei der Streckenführung gibt es unterschiedliche Varianten, welche unterschiedliche Vorbereitungen benötigen.
Der Rundritt mit Start und Ziel am heimischen Stall ist in der Regel problemlos und wird meist in bekanntem Gelände durchgeführt. Auch die Quartiere sind bekannt und ein Pferdetransport entfällt. Die Vorbereitungen halten sich hierbei in Grenzen, alle anderen Varianten benötigen eine umfangreichere Planung.

Ritt vom heimischen Stall zum Zielort


Rundritt in unbekanntem Gelände, Start ist gleichzeitig auch Ziel
Ritt in unbekanntem Gelände, Start und Ziel sind nicht gleich
Ritt durch unbekanntes Gelände zurück nach Hause

Bei diesen Varianten des Wanderreitens müssen die Reiter über einen Pferdeanhänger verfügen und sollten sich außerdem mit dem Umgang von Karte und Kompass auskennen. Ebenso wichtig ist die Frage des Gepäcktransports und des Weiteren müssen die Tagesetappen festgelegt sowie Unterkünfte für die Übernachtung gesucht werden.
Die Länge der Strecke richtet sich immer nach dem Leistungsvermögen von Pferd und Reiter, Tagesetappen sollten nicht zu lang ausgedehnt werden. Reitet man in unbekannten Gefilden, haben sich 25 Kilometer pro Tagesetappe bewährt.
Um ein entsprechendes Quartier zu finden, empfiehlt es sich bei öffentlichen Verkehrsvereinen und Reitvereinen nachzufragen. In vielen Regionen bieten organisierte Wanderreitstationen Unterkunft für Pferd und Reiter. Privatquartiere wären die andere Alternative, jedoch sind die Plätze dort eher minimiert.

Die unerlässlichen Kleinigkeiten

Es empfiehlt sich vorab eine Checkliste zu erstellen, damit auch an die kleinste Kleinigkeit gedacht wird und man nichts Wesentliches vergisst.
Das Pferd sollte gut trainiert und geimpft sein. Die Zusammenstellung der Ausrüstung muss sorgfältig geprüft und eventuelle Reparaturen erledigt werden. Sehr wichtig ist es auch, sich über das Füttern seine Gedanken zu machen und eventuell Futter an den Stationen zu deponieren. Die Information über gesetzliche Vorschriften in anderen Bundesländern gehört ebenfalls dazu.

Tipps für eine gute Planung

Die Strecke sollte nie zu lange geplant werden, 20 bis 25 Kilometer pro Tag sind ausreichend und am dritten oder vierten Reittag sollte eine kurze Etappe eingelegt werden. Macht man zum ersten Mal einen Wanderritt reichen zwei bis ­drei Tage, außerdem sollte die Reitgruppe anfangs nicht zu groß sein. Mindestens einer der Mitreitenden muss sich gut mit Karte und Kompass auskennen. Topografische Karten mit dem Maßstab 1.50.000 sind ideal, findet man dort alle großen Wanderwege. Auf den Freizeitkarten hingegen findet man die dazugehörenden Sehenswürdigkeiten. Sehr schön ist es, wenn am Ende des Wanderritts ein Fest eingeplant wird, wo man gemeinsam am Lagerfeuer ein bisschen feiern kann.

Bildnachweis: © hosphotos - Fotolia.com

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