Das Reining entspricht der Dressur des Westernreitens. Ein festgelegtes Pattern wird im Galopp geritten und umfasst mehrere Manöver. In jedem Pattern kommen langsame, kleine und schnelle, große Zirkel auf jeder Hand, also links- und rechtsherum, vor. Positiv bewertet wird dabei, wenn man den Geschwindigkeits- und Größenunterschied klar erkennen kann, ohne dass von außen deutlich sichtbare Hilfen gegeben wurden.
Für Zuschauer spektakulär ist der Spin, eine schnelle 360°-Drehung auf der Hinterhand. Meist werden vier Spins in einem Pattern verlangt. Wird lediglich eine Drehung um 180° ausgeführt, so handelt es sich um einen Roll Back. Das Pferd stoppt aus der Galoppbewegung heraus, macht ohne Stillstand eine Hinterhandwendung und galoppiert möglichst in seiner eigenen Spur wieder zurück. Der Sliding Stop ist weithin das bekannteste Element des Reining. Das Pferd kommt möglichst ohne Zügeleinwirkung aus vollem Galopp zum Halten, indem es mit der Hinterhand in Richtung der Vorderbeine rutscht, währen diese bis zum Stillstand weiterlaufen. Dazu muss die Hufe mit einem besonders glatten Spezialbeschlag versehen sein und der Boden eine entsprechende Beschaffenheit aufweisen.
Wie in der europäischen Dressurreiterei kommt auch im Reining Pattern ein fliegender Galoppwechsel vor. Beim Wechsel von einem Zirkel auf den anderen, also beim Reiten einer großen Acht, soll der fliegende Galoppwechsel genau auf dem Kreuzungspunkt stattfinden. Verpflichtender Teil eines Reining-Patterns ist das Rückwärtsrichten. Am lockeren Zügel geht das Pferd bei starker Senkung der Kruppe gerade rückwärts. Alle Teile des Reining werden idealerweise schnell und flüssig ohne sichtbare Übergänge geritten.
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