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Richtig füttern beim Wanderreiten
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Wanderreitpferde haben ebenso wie auch die Reiter Spaß an gemeinsamen Touren. Doch eines sollte man dabei nicht vergessen, der Körper des Tieres ist dennoch in einer Stresssituation. Und das wirkt sich auf den gesamten Organismus des Pferdes aus, so zeigt sich das Immunsystem aktiver und der Flüssigkeitshaushalt verändert sich. Durch die wechselnde Futterqualität verändert sich auch die Darmflora ebenso ist die Fressdauer herabgesetzt. Daher ist es wichtig, einiges beim Füttern zu beachten.

Vorsorge, Fürsorge, Nachsorge

Spätestens zu Beginn des Trainings muss das Futter angepasst werden und spätestens zwei Wochen vor der Tour sollte es genauso gegeben werden, wie es für den Wanderritt geplant ist. Man bekommt dadurch auch gleichzeitig das Gefühl dafür, wie viel Kraft- und Mineralfutter man für die "Reise" einplanen muss. Gerade das Mineralfutter ist enorm wichtig um die Muskulatur zu unterstützen.
Auf dem Ritt sollte dafür gesorgt werden, dass ausreichend Raufaser vorhanden ist und die Fresspausen möglichst lang sind. Ebenso wichtig wie die Nahrungsaufnahme ist auch die Flüssigkeitszufuhr, daher sollte zweimal am Tag Gelegenheit gegeben werden, wo das Pferd ausreichend trinken kann. Sehr förderlich für das Wohlbefinden des Pferdes ist es auch, die wichtigen Schlafphasen zu respektieren. Nach dem Ritt das Pferd bei der Erholung unterstützen, Magen und Darm stärken.

Futterkunde für die Packtasche

Kraftfutter ist schwer und kann für die Packtasche ein Problem darstellen. Doch durch eine gute Vorbereitung kann man die Verdauungsmöglichkeit des Tieres steigern. Gesunde Pferde verfügen über einen stabilen Verdauungstrakt und können das Futter besser verwerten, somit braucht das Pferd weniger Kraftfutter. Eine weitere Möglichkeit wäre Stroh in Stücke zu schneiden und dem Kraftfutter zuzugeben. Dadurch wird die Fressdauer sowie die Speichelproduktion erhöht. Heu eignet sich hierfür ebenso.

Müslis werden heute ebenso gerne verwendet, für einen Wanderritt sind sie jedoch ungeeignet. Sie verfügen über großes Volumen und nehmen zu viel Platz weg.

In den letzten Jahrhunderten hat man mit vielen Möglichkeiten experimentiert, wie Futterbrot, diversen Konzentraten und Futterblöcken. Jedoch hat sich nichts von alledem erfolgreich durchgesetzt, man wählt deshalb lieber Herkömmliches, wie Hafer Gerste und Mais. Heute weiß man, dass man die Gerste und den Mais besser vorher aufschließt, um sie besser verdaulich zu machen. Also bleibt man beim guten alten Hafer.

Tipp für die Praxis

Um Platz zu sparen, kann man Einzelportionen Kraftfutter zu 100 bis 200 Gramm abpacken und dem Beutel die Luft entziehen. Die kleinen Päckchen lassen sich viel besser verstauen als ein dicker großer Beutel, außerdem verteilt sich das Gewicht gleichmäßiger. Beim Mineralfutter benötigt man nur kleine Mengen, da gutes Mineralfutter hoch dosiert zur Verfügung steht.

Vorsorge, Fürsorge, Nachsorge, das sind die Schlagworte rund um die Fütterung von Wanderpferden. Wird dies beherzigt, steht einem erholsamen Ritt für Pferd und Reiter nichts mehr im Weg.

Bildnachweis: © Comugnero Silvana - Fotolia.com

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