Nicht jedes Pferd lässt sich gleich gut verladen, insbesondere sollte man mit Schwierigkeiten rechnen, wenn das Tier schlechte Erfahrungen mit dem Verladen verknüpft. Also heißt es auch hier eventuelle Komplikationen mit einzuplanen, besser noch, das Verladen vorher vorbereiten und üben. Ganz wichtig: Die Ruhe des Besitzers überträgt sich auf das Tier, das heißt, aufgeregte Besitzer sind nicht erwünscht.
Verladetraining
Achten Sie während des Trainings auf eine gute und vor allem ruhige Atmosphäre. Je entspannter das Training ausgerichtet ist, desto höher ist die Aussicht auf Erfolg. Wichtig ist außerdem, dass sich Fahrzeug sowie Hänger in einem einwandfreiem technischen Zustand befinden und beides gut miteinander verbunden ist. Standfestigkeit der Fahrzeuge ist selbstverständlich. Man sollte auch darauf achten, dass die Pferde nicht rutschen, denn rutschen lässt die Tiere unsicher werden. Training deshalb immer auf weichem nicht asphaltierten Boden durchführen.
Zwei bis drei Mal pro Woche für höchstens 20 bis 30 Minuten sollte man das Verladetraining einplanen. Immer gekoppelt mit Führübungen und Bodenarbeit. Das Üben bitte immer mit einer geglückten Übung beenden so bleibt das Positive in Erinnerung.
Man sollte niemals zum Üben Trense, ein Halfter mit Führkette oder das Steiggebiss benutzen, vielmehr ist es wichtig Handschuhe, Longe und ein Druckhalfter für das Training bereitzuhalten. Des Weiteren sollte das Pferd mit Verlade-Gamaschen ausgerüstet sein und einen Lederkopfschutz mit dem Halfter tragen.
Am Anfang war die Vorarbeit
Bevor nun mit dem eigentlichen Training direkt am Hänger begonnen werden kann, ist es nötig die Vorarbeit, vor dem eigentlichen Training durchzuführen.
Zunächst ist es wichtig, das Tier an der Hand ruhig neben sich herführen zu können. Man beginnt mit etwa zehn Schritten, bleibt stehen und achtet darauf, dass auch das Pferd stehen bleibt. Das Pferd muss lernen auf die Körpersprache des Trainers zu achten. Man muss auch die Richtung und das Tempo verändern, ebenso die Führhand wechseln.
Auch das Rückwärtsgehen sollte geübt werden, damit das Aussteigen aus dem Hänger komplikationslos verläuft.
Zum Schluss sei noch die Kopfarbeit erwähnenswert. Man zieht leicht an der Longe und gibt damit den Impuls den Kopf nach unten zu senken. Dies sollte mehrfach, auch später am Hänger, immer wieder geübt werden.
Der Hänger
Nur wenn es Probleme gibt, sollte man alles wieder aus dem Hänger rausnehmen, ansonsten von Anfang an mit eingehängter Trennwand arbeiten. Immer mit dem Tier den Hänger umrunden, so hat das Pferd die Möglichkeit sich zum einen aufzuwärmen und zum anderen sich mit dem Hänger vertraut zu machen.
Mit entspannter Körperhaltung kann es dann losgehen, der Blick ist auf den Hänger gerichtet. Wenn das Pferd nicht gleich wie gewünscht folgt, einfach die Longe länger lassen und bis nach ganz hinten weitergehen. Loben versteht sich von selbst als unerlässlich.
Bleibt das Pferd vor der Rampe stehen, geht man an den Hängereingang und arbeitet von dort aus weiter.
Das Training sollte abgebrochen werden, wenn das Tier nicht von alleine in den Hänger will. Man trainiert kontinuierlich zwei bis drei Mal die Woche weiter, denn Tiere mit einer Verlade-Problematik brauchen Zeit und Geduld. Eine Trainingseinheit sollte eine halbe Stunde nicht übersteigen.
Ein Tipp zum Schluss
Die Salamitaktik hat sich als sehr effektiv erwiesen. Von einem zum nächsten Schritt gehen, nicht zu viel auf einmal wollen, das ist das Geheimnis des Erfolges.
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