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Wesen der Pferde
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Wer mit Pferden zu tun hat, sollte sich auch über das Wesen dieser stolzen Tiere informieren, um gewisse Verhaltensweisen verstehen zu können.

Auch Pferde haben Gefühle

Wer den Pferdesport ausübt, sollte sich ganz klar bewusst machen, dass ein Pferd kein lebloses Sportgerät darstellt, sondern ein Lebewesen ist - mit allem was dazugehört. Pferde sind genauso hungrig und durstig, wie der Mensch der auf ihrem Rücken sitzt. Sie sind irgendwann auch müde oder sie haben Schmerzen. Sie verspüren in bestimmten Situationen Angst und zeigen gleichzeitig auch ihre Freude. Sie kennen Aufregung Zuneigung und Langeweile und können durch ihre Feinfühligkeit auch spüren, wenn es dem Menschen nicht gut geht.

Das Pferd - ein Herdentier

Das Pferd ist kein "Einzelgänger", es braucht die Gesellschaft seiner Artgenossen. Körperkontakt ist bei Pferden extrem wichtig und das Leben in der Herde wird durch die Rangordnung geregelt.

Das Pferd will sich bewegen

Der Körper des Pferdes ist auf Bewegung eingestellt. Das Tier will und muss diesem natürlichen Bewegungsdrang nachkommen. Hat es keine Gelegenheit für ausreichende Bewegung, schadet dies seinem körperlichen und psychischen Wohlbefinden.
Pferde, die in freier Wildbahn leben, verbringen einen großen Teil des Tages damit, auf Nahrungssuche zu gehen. Dadurch sind Pferde ständig in Bewegung. Wechseln sie ihren Standort, tun sie das trabend. Ist ein Pferd auf der Flucht oder im Spiel ist galoppieren angesagt.
Pferde, welche nicht in der freien Wildbahn leben, sollten dementsprechend Gelegenheit für die nötige Bewegung erhalten.

Pferde sind Fluchttiere

Droht dem Pferd Gefahr, wird es die Flucht wählen. Es stellt sich der Gefahr nur, wenn es keine Möglichkeit zum Fliehen findet.
Kein Pferd ist von Natur aus böse, es wird nur dann gefährlich, wenn es eine falsche Behandlung durch den Menschen erfahren hat.

Die Körpersprache des Pferdes verstehen

Sie erkennen am besten, ob ein Pferd Sie mag, wenn es Ihnen seine gespitzten Ohren zuwendet und sein Schweif locker hin und her pendelt. Es wird Sie auch interessiert anschauen und einen entspannten Gesichtsausdruck zeigen.
Auch ein Pferd ist nicht immer gut gelaunt und zeigt es Ihnen, indem es mit den Beinen stampft, die Ohren anlegt und den Kopf schüttelt.
Die friedfertigen Wesen beißen und schlagen nur dann, wenn sie keine andere Möglichkeit mehr erkennen sich wehren zu können. Sie geben aber immer eine Vorwarnung.
Eine angespannte Körperhaltung und das Hochreisen des Kopfes zeigt die Angst eines Pferdes an. Ebenso ist der Schweif eingezogen und Augen und Nüstern sind geweitet. Rollt es die Augen, ist Panik angesagt.

Bildnachweis: © Christoph Hähnel - Fotolia.com
 

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