Bei der bei Zuschauern äußerst beliebten Disziplin Cutting wird mit Rindern gearbeitet. Sie ist aus der Arbeit der Cowboys entstanden, die Rinder medizinisch versorgen oder markieren mussten. Der englische Begriff "to cut" bedeutet "schneiden", denn der Reiter schneidet ein beliebiges Rind von der Herde ab und hindert es daran, zu seinen Kameraden zurückzukehren.
Das Reining entspricht der Dressur des Westernreitens. Ein festgelegtes Pattern wird im Galopp geritten und umfasst mehrere Manöver. In jedem Pattern kommen langsame, kleine und schnelle, große Zirkel auf jeder Hand, also links- und rechtsherum, vor.
Ihre Geschicklichkeit und Nervenstärke können Pferd und Reiter beim Trail unter Beweis stellen. Unterschiedlichste Aufgaben aus der täglichen Arbeit auf der Ranch stellen hohe Anforderungen an das Vertrauen des Pferdes in seinen Reiter. So werden beispielsweise Weidentore ohne Absitzen geöffnet, durchritten und wieder geschlossen.
Das Erscheinungsbild des Pferdes in den drei Grundgangarten wird bei der Disziplin Western Pleasure beurteilt. Erwünscht sind Gelassenheit und Eleganz, das Pferd soll sich lösen und auf kleinste Reiterhilfen reagieren.
Die Königsdisziplin beim Westernreiten ist das gleichnamige Western Riding. Es wird am losen Zügel geritten und umfasst fliegende Galoppwechsel, die präzise an bestimmten Punkten gefordert werden. Hierzu werden Pylonen aufgestellt. Das Pattern, also die Abfolge von Aufgaben in einer Prüfung, wird im Gegensatz zu Western Pleasure nach einem Regelbuch geritten.
Längst hat das Westernreiten auch in Europa Einzug gehalten. Nicht nur die besonders gestalteten Ausrüstungsgegenstände, sondern vor allem die feine Kommunikation zwischen Pferd und Reiter führten dazu, dass immer mehr Pferdefans im wahrsten Sinne des Wortes umsatteln.