Reiterhof suchen
Name oder Ort:
» Detailsuche
0 gemerkte Reiterhöfe

Derzeit sind keine Reiterhöfe in Ihrer Merkliste.
Sie können einen Reiterhof mit Klick auf den Button merken... zur Merkliste hinzufügen.

Probieren Sie es doch gleich einmal aus.

Übersicht Bilder Bewertungen
Westernreiten – ein vielfältiges Vergnügen
Bewertung:


Längst hat das Westernreiten auch in Europa Einzug gehalten. Nicht nur die besonders gestalteten Ausrüstungsgegenstände, sondern vor allem die feine Kommunikation zwischen Pferd und Reiter führten dazu, dass immer mehr Pferdefans im wahrsten Sinne des Wortes umsatteln. Westernpferde sollen dabei ihre Aufgaben so eigenständig wie möglich angehen und feinfühlig auf die Gewichts- und Schenkelhilfen des Reiters reagieren. Dieser führt die Zügel bei lockerem Sitz typischerweise in einer Hand und trägt meist einen Hut, ein langärmeliges Hemd und eine lange Lederhose oder Chaps über einer Jeans. Dies schützt ihn vor Ästen und Dornen und auch vor Sonne, Wind oder leichtem Regen. Feste Stiefel reichen bis über die Knöchel und sind häufig mit großrädrigen Sporen mit stumpfen Zacken versehen. Mit Hilfe der Sporen sollen die Befehle des Reiters direkt und ohne Krafteinwirkung an das Pferd übermittelt werden.

Es gibt drei Pferderassen, die für das Westernreiten besonders geeignet sind, nämlich Quarter Horse, Appaloosa und Paint Horse. Zahlenmäßig ist das American Quarter Horse mit mehr als vier Millionen die weltweit größte Pferderasse. Es zeichnet sich durch seinen nervenstarken, freundlichen Charakter aus und ist sehr intelligent, gelehrig und sensibel. Die vielseitigen Pferde waren schon früh wichtige Verbündete der Cowboys, wurden aber auch sonntags beim Kirchgang vor der Kutsche eingesetzt oder in der Landwirtschaft. Eine besondere Zuchtlinie brachte den Renn-Quarter hervor, der durch das Einkreuzen von Vollblut entstanden ist. Die Appaloosas stammen von spanischen Pferden ab, die im Laufe des 18. Jahrhunderts nach Nordamerika gebracht wurden. Sie werden als Arbeitspferde eingesetzt, aber auch in der Freizeit beim Westernreiten. Sie sind leistungsbereit und ausdauernd, dabei aber ruhig und gelassen. Auffällig ist bei dieser Rasse das charakteristische hübsche Farbfleckenmuster und die gefleckte Haut, an der man auch die einfarbigen Appaloosas erkennen kann. Paint Horses sind Gewichtsträger, die bei einer Größe von etwa 1,50 m sogar schwere Erwachsene mit voller Westernausrüstung durchs Gelände tragen. Allein ein Westernsattel kann bis zu 10 Kilogramm auf die Waage bringen! Paint Horses können aufgrund ihres sanftmütigen Wesens problemlos eingeritten oder eingefahren werden. Die vielseitigen Pferde werden hauptsächlich für Kurzstreckenrennen, Rancharbeit und bei allen Westerndisziplinen eingesetzt. Neben den für das Westernreiten eigens gezüchteten Rassen, die durch ihre körperlichen und charakterlichen Merkmale dafür prädestiniert sind, können auch alle anderen Pferderassen gemäß der Westernvorgaben ausgebildet oder sogar vom klassischen Reitstil umerzogen werden.

Die an die ursprüngliche Arbeitsweise der amerikanischen Cowboys angelehnten Disziplinen umfassen Reining, Cutting, Trail, Western Pleasureund Western Riding.

Auch wenn es natürlich der Traum vieler Westernreiter ist, einmal die tägliche Arbeit mit den Pferden auf einer echten nordamerikanischen Ranch zu erleben, gibt es doch mittlerweile hierzulande ebenfalls viele Reiterhöfe, die Westernreitkurse anbieten. In den Reiterferien werden diese gekrönt von Lagerfeuerromantik und Gitarrenklängen. Zusammen mit Gleichgesinnten können Erfahrungen ausgetauscht werden, denn wer mit Pferden umgeht, hat immer viel zu erzählen. Die Leichtigkeit und Durchlässigkeit der Westerndisziplinen muss genau wie beim Erlernen des klassischen, europäischen Reitstils nach festen Regeln trainiert werden und kann nicht ohne fachkundige Anleitung erreicht werden. Dabei macht es keinen Unterschied, ob der Reiter von dem in Deutschland weit verbreiteten Reitstil nach den Regularien der Deutschen Reiterlichen Vereinigung zum Westernreiten wechselt oder als Anfänger einsteigt. Ein erfolgreicher Trainer schweißt Pferd und Reiter zu einer Einheit zusammen. Ein Studium der einschlägigen Westernreitlehren kann ebenso zum Verständnis beitragen und Fortschritte bewirken, doch letzten Endes gilt auch hier der bekannte Spruch: Reiten lernt man nur durch Reiten!

Bilder



Facebook Twitter